Wenn das Schlachten vorbei ist – T.C. Boyle

Ein Roman der mich mit der Wucht einer Naturgewalt getroffen hat und lange nachhallte. Weil er mich mit einem Thema beschäftigt hat, was sonst eher am Rande meine Aufmerksamkeit erhält – der Kampf zwischen Tierschützern und Natur- und Artenschützern. Jeder ist auf seine Weise überzeugt davon, dass “Richtige” zu tun. Und dazwischen – die Natur, die doch immer noch nicht komplett zu bestimmen, zu zähmen ist….so sehr der Mensch es sich auch einbildet.

Was die Faszination dieses Romans ausmacht, ist wohl, dass Boyle uns tief in die Materie mitnimmt, er lässt uns teilhaben an den Gedanken, Beweggründen, inneren Sehnsüchten seiner (nicht unbedingt sympathischen) Figuren. Und man fühlt sich hin und hergerissen: wer hat denn nun Recht? Gibt es ein Richtig oder Falsch? Man wird ständig vor moralische und ethische Fragen gestellt. Noch dazu kann Boyle einfach toll schreiben – nicht selten habe ich lange Satzkonstrukte einfach nur bewundert – was für ein toller Stil! Dieses Buch hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mich noch länger begleitet.

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