Zeit der Gespenster – Jodi Picoult

Diese Picoult hat mir wieder deutlich besser gefallen! Die Figuren sind zwar nicht ganz so stark gezeichnet wie in anderen Werken von ihr, aber das ist auch nicht unbedingt notwendig – der Spannung tut es wenig Abbruch. Wie der Titel schon ahnen läßt, dreht sich das Buch unter anderem um übersinnliche Phänomen – oder Gespenster, wie man es auch nennen mag. Ein bisschen darauf einlassen muss man sich schon – dann erzählt Picoult wieder eine meisterhaft verknüpfte Geschichte, zwischen Gegenwart und Zukunft, Liebe und Sterben, vermischt mit der Kultur eines alten Indianerstammes und einem recht unbekannten Kapitel amerikanischer Geschichte: einem Eugenik-Projekt, das sich unter anderem mit dem Sterilisationsgesetz und Minderheiten der Bevölkerung auseinandersetzt – gewohnt heißes Eisen für Picoult. Gerade diese Episoden, deren Handlungsstränge bis in die heutige Zeit zu künstlicher Befruchtung und Forschung reichen sind hochinteressant.Das Buch hätte auch noch 100-200 Seiten länger sein können, um die ganze Komplexität noch mehr zu erfassen. War sehr schnell durchgelesen, Picoult lässt einen einfach nicht los – echte Schmöker!

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